Fast
zwanzig Jahre glaubte Jefferson an an das Leben.
An das Schöne, an das Gute.
Er glaubte an die fast mystische Schönheit einer Rose, die nicht wirklich
verblühen kann,
er glaubte an Gut und Böse, Recht und Unrecht, glaubte an Gesetze (respektierte
sie), glaubte an Gott und an den Teufel, glaubte an seine Stärke, seine
Unsicherheit, seine Vergänglichkeit.
Er glaubte an den neuen Tag während er in den Sonnenuntergang sah, glaubte
an das ganz große, alles bescherende, alles verzehrende Gefühl
- glaubte an die Liebe!
Aber Scheisse !
Wer zur Hölle war irgendwann, irgendwo so anmaßend festzulegen,
was Gut und Böse, Recht und Unrecht, Liebe oder Hass oder Rechts oder
Links zu sein hat.
Dieses Leben ist nicht Disneyland, und es gibt hier keinen Winnie The Pooh,
der seinen Honig mit Dir teilt.
In diesem Leben geht es einzig und allein darum, diesem verdammten Bären
seinen Honig zu entreissen und ihm eine Kugel in sein mottenzerfressenes Fell
zu jagen.
Das waren seine Erkenntnisse am Ende einer dieser zahllosen, langen Nächte
in denen er wachlag und über Sinn und Unsinn seines Daseins und das einer
fremden, degenerierten Macht sinnierte.
"Jefferson's
Life" (Arti McCloud)